Eighth International Symposium on Advances in Osteopathic Research

Am Donnerstag den 29. September (vor dem 19. VOD-Kongress in Bad Nauheim) findet zum achten Male das "International Symposium on Advances in Osteopathic Research“ statt, bei dem die neuesten osteopathischen Forschungsergebnisse vorgestellt werden. Die Keynote-Lectures werden von Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung aus Bad Elster und Gary Fryer PhD BSc, außerordentlicher Professor und Leiter der Fachrichtung Osteopathic Medicine an der Victoria University in Melbourne, Australien gehalten.

Der "Call for Abstracts" findet sich hier

 

SEMINAR FÜR WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN IN DER OSTEOPATHIE

Die Termine für das nächste von der Akademie für Osteopathie veranstaltete Seminar stehen noch nicht fest, wahrscheinlich Ende 2016. Wenn Sie Interesse haben, schicken Sie uns bitte eine Email:

Berufsbild des Osteopathen entwickelt

Der Beruf Osteopath muss als eigenständiger Heilberuf mit Primärkontakt durch eine bundesgesetzliche Regelung anerkannt und die für die Patientensicherheit notwendige hohe Qualifikation der Osteopathen festgeschrieben werden. Diese Position vertritt die Konsensgruppe Osteopathie, die mit mehr als 8000 Mitgliedern die Mehrheit der Osteopathen Deutschlands repräsentiert. Dazu hat sie jetzt ein gemeinsames Berufsbild des Osteopathen entwickelt und verabschiedet.

Das neue Berufsbild finden Sie hier

Position der Konsensgruppe Osteopathie zum OLG-Urteil


Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat mit Urteil vom 8. September 2015 (Az.  I-20 U 236/13) bestätigt, dass Osteopathie von Physiotherapeuten nur dann ausgeübt werden darf, wenn diese über den (uneingeschränkten) Heilpraktiker verfügen. Dies hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf bereits am 8.12.2008 (Az. 7 K 967/07) festgestellt. Das OLG Düsseldorf hält nun ausdrücklich fest, dass Osteopathie über den Tätigkeits- und Ausbildungsbereich der Physiotherapie hinausgeht und nur durch Personen mit Heilpraktikererlaubnis oder durch Ärzte ausgeübt werden darf. Auch die Tatsache, dass der betroffene Physiotherapeut eine langjährige osteopathische Weiterbildung durchlaufen hatte und auf ärztliche Verordnung bzw. Verordnung eines HP arbeitete, ändere hieran laut OLG Düsseldorf nichts.

Die Konsensgruppe Osteopathie sieht sich durch das Urteil des OLG Düsseldorf in seiner Forderung nach der Berufsanerkennung unterstützt. Das Urteil stellt zutreffend klar, dass Osteopathie als eigenständige Form der Medizin keine Ergänzung der Physiotherapie darstellt und als Heilkunde im Primärkontakt ausgeübt wird. Das OLG zitiert, dass „eine nicht risikolose Osteopathie sowohl Erfahrung als auch sorgfältige Indikationsstellung erfordert“.  Dies ist zutreffend. Die Osteopathie ist auch keine manuelle Therapie, unterscheidet sich von dieser laut OLG „insbesondere in der Zielsetzung“. Auch dies ist richtig. Eine unsachgemäße Ausübung der Osteopathie kann gesundheitliche Schäden verursachen, so stellt das OLG weiter fest. „Die tatsächliche Behandlung stellt einen Eingriff dar, dessen fachgerechte Ausführung einer entsprechenden Ausbildung bedarf.“ Die nun folgende Schlussfolgerung des Gerichts, dass die Heilpraktikererlaubnis zur Ausübung der osteopathischen Tätigkeit erforderlich ist, ist zwar rechtlich nachvollziehbar, aber nicht im Sinne der Patienten ausreichend. Denn die Erlaubnis nach § 3 Abs. 1 HeilprG setzt keine geregelte Ausbildung voraus, insbesondere keine Qualifikation im Bereich der Osteopathie. Eine solche Qualifikation ist aber auch nach den Ausführungen des OLG erforderlich, um die Patientensicherheit und Qualitätssicherung zu gewährleisten.

Die geforderte umfassende osteopathische Ausbildung kann nur durch ein Berufsgesetz einheitlich geregelt werden. Der Patient, der zum „Osteopathen“ geht, muss wissen dürfen, welche Qualifikation sich hinter diesem Begriff verbirgt.

Die Konsensgruppe fordert daher, dass der Beruf des Osteopathen gesetzlich verankert wird. Nur so wird für den Osteopathen und den Patienten klargestellt, welche Qualifikation mindestens erforderlich ist, um diese Berufsbezeichnung zu tragen.

Neue Metaanalyse zum unspezifischen Rückenschmerz

Einen wichtigen Beitrag zur osteopathischen Forschung leistet eine große systematische Literaturübersicht und Metaanalyse, die im September 2014 im Fachjournal BMC Musculoskeletal Disorders erschien ist. Die Studie der Autoren Helge Franke, Gary Fryer und Jan-David Franke ging der Frage nach, wie wirksam die osteopathische Behandlung bei Patienten mit unspezifischem Rückenschmerz ist[1].

[1] Franke H, Franke JD, Fryer G. Osteopathic manipulative treatment for nonspecific low back pain: a systematic review and meta-analysis. BMC Musculoskelet Disord. 2014 Aug 30;15:286. 

Volltext unter: http://www.biomedcentral.com/content/pdf/1471-2474-15-286.pdf

Eine verkürzte deutsche Version ist mit finanzieller Unterstützung von BAO, FOF, ROD und VOD erstellt worden. Verfügbar hier

Neue Regelung der Mitgliedschaft in den deutschen Berufsverbänden

Änderung ab 1. Januar 2015
Wie bereits in der Zeitschrift Osteopathische Medizin im letzten Jahrangekündigt, haben die Mitglieder der Konsensgruppe Osteopathie Deutschland im Juli 2014 die Bedingungen für eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband festgelegt.

Es sind dies:
- 1350 (UE) Stunden Unterricht in Osteopathie in der Teilzeit-Ausbildung
- Abschlussprüfung in Differenzialdiagnostik
- klinische Prüfung am Patienten/Probanden mit einem externen Prüfer.

Die Mitglieder der Konsensgruppe: Akademie für Osteopathie e.V. - AFO, Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V. - BAO, Bundesverband Osteopathie e.V. - bvo, Deutscher Verband für Osteopathische Medizin e.V. - DVOM, Register der traditionellen Osteopathen in Deutschland GmbH - ROD, Verband der Osteopathen Deutschland e.V. - VOD

MITGLIEDSCHAFT

Wenn Sie an einer Mitgliedschaft in der AFO interessiert sind, finden Sie Informationen und ein Antragsformular unter dem Menüpunkt MITGLIEDER.

UNTERSTÜTZEN SIE DIE FORSCHUNG ZUR OSTEOPATHIE

Näheres unter: www.foerderverein-osteopathie.de

 

The International Journal of Osteopathic Medicine is officially recognised and supported by the German Academy of Osteopathy

The International Journal of Osteopathic Medicine is a peer-reviewed journal that provides for the publication of high quality research articles and review papers that are as broad as the many disciplines that influence and underpin the principles and practice of osteopathic medicine.